Chronik

Kleine Vereinsgeschichte


Im Jahr 1977 hat der Limburger Schützenverein 1877 e. V. sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert.

Die Geschichte unseres Vereines reicht jedoch viel weiter zurück. Das Schützenwesen in unserer Stadt geht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als Limburg mit festen Mauern, mit Türmen und Toren versehen wurde und die Einwohner den Wach- und Wehrdienst verrichten mussten. Aus dieser Bürgerwehr bildeten sich die Schützenbruderschaften und Gilden. Nach einem Dokument vom 26. Oktober 1550 sind die Limburger Schützen, gemeinsam mit den Schützen von Camberg, Villmar, Löhnberg, Weilburg, Weilmünster und Braunfels zu einem Schießen nach Gleiberg eingeladen worden. Um 1650 wurde bereits in Limburg der Vogel von der Stange geschossen.

Bei der Gründungsversammlung des Deutschen Schützenbundes am 11. Juni 1861 war in Gotha eine Abordnung der Limburger Schützen anwesend. Im damaligen Amtsblatt des Herzogtums Nassau vom 08. September 1861 gibt der Schützenverein Limburg seine Statuten bekannt.

Der jährliche Beitrag betrug 2 Gulden und 30 Kreuzer. Am 22. September 1861 führte der Schützenverein ein Gaben-, Geld- und Preisschießen im Wert von 300 Gulden durch. Als Preise wurden die von dem Vorsitzenden des Ausschusses „Deutscher Schützenbund“ gestiftete Gothaer Muster-Büchse sowie ein Paar Pistolen und ein silberner Pokal ausgeschossen. Am 17. Juni 1877 erfolgte eine Neugründung, weil der Verein in den Kriegswirren des Jahres 1866 untergegangen war. Am 25 August 1877 wurde die Vereinsfahne geweiht, die sich noch heute in unserem Besitz befindet. Mit Beginn des 1. Welt- krieges trat ein Stillstand ein, der Verein verlor seine Schießanlage.

Am 17. August 1930 war ein Neubeginn. Auf dem Stephanshügel wurde ein Schießstand errichtet. Doch auch dieser ging nach 1945 verloren. Im Gründungsjahr des Deutschen Schützenbundes 1951 entstand der Verein wieder aus dem Nichts. Ab dem Jahr 1956 begann der Verein seine Schieß-Sportanlage im Eduard Horn-Park stetig auszubauen.

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